Allgemeine Geschäftsbedingungen Dr.H.Rölle Unternehmensberatung

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Honorarpflichtigen Beratungsleistungen der Dr. H. Rölle Unternehmensberatung (DRHRU) auf dem Gebiet von:

 

§1

Berufsbild

Die Dr. H. Rölle Unternehmensberatung ist eine Einzelfirma und betreibt den Beruf des beratenden Volkswirts & Unternehmensberaters seit 1974.Herr Dr. H. Rölle hat ein einschlägiges Hochstuhlstudium abgeschlossen und hat 35 Jahre Berufspraxis. Dr. Rölle vertreibt keine provisionspflichtigen Finanzprodukte und erhält von den Finanzproduktlieferanten (börsennotierte AktG) keinerlei Zuwendungen irgendwelcher Art sei es in Form von Gebühren, Provisionen, Kursrabatten etc. .Die DRHRU  liefert in mündlicher sowie schriftlicher Form Unternehmensresearch über Finanzinstrumente von einschlägigen Börseninforamtionsdiensten auf Honorarbasis. Dr. Rölle ist nicht als Anlageberater und/oder Wertpapierdienstleister tätig und gibt „keine individuellen Empfehlungen für bestimmte Finanzprodukte aufgrund der Prüfung der persönlichen Umstände des Auftraggebers (Anlageberatung). Dr.H.Rölle untersucht nicht die objektive Risikotragfähigkeit, subjektive Risikoeinstellung, die persönliche Einkommens-u.Vermögenslage des Auftraggebers bzw. dessen Kenntnisse und Erfahrungen mit diesen vorgestellten Finanzprodukten. Es wird seitens der DRHRU unterstellt, dass die oben genannten Finanzprodukte den Anlagezielen,den finanziellen Verhätnissen,den Wertpapierkenntnissen und dem Erfahrungsschatz des Auftraggebers entsprechen.Es wird davon ausgegangen,dass der Auftraggeber als Anlageziel ein laufendes Einkommen  sowie eine substanzielle Kapitalerhaltung anstrebt. Des weiteren ist der Auftraggeber bereit, zwecks Erzielung einer höheren Dividendenrendite ein Währungsrisiko einzugehen. Dem Auftraggeber ist bekannt, dass die oben genannten Wertpapiere keine festverzinslichen Wertpapiere sind, bei denen die Rückzahlung des Nominalkapitals zu feststehenden Terminen garantiert ist. Der Auftraggeber wird der Kundenkategorie „Privatkunde“ bzw. geeignete Gegenpartei zugeordnet. Als geeignete Gegenpartei werden kraft Gesetzes Kundenunternehmen (selbständige Unternehmer)angesehen, deren Haupttätigkeit aus Eigenhandel bzw. Eigenhandel mit Waren und Dienstleistungen besteht.

Dr.H.Rölle unterliegt daher nicht bei Ausübung seiner Tätigkeit der MIFID:Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente,welche am 1.Nov 2007 in Kraft trat (Finanzmarktrichtlinie).

 

§2

Auskunftsvertrag & Unternehmensberatungsvertrag

Der Auftraggeber schliesst mit der Fa. Dr. H. Rölle Unternehmensberatung einen Auskunftsvertrag gem.§611(Dienstvertrag),§612(Vergütung)§667(Herausgabepflicht)§669(Vorschuss) und gem.§675(entgeltliche Geschäftsbesorgung) BGB. Die Fa. Dr. H. Rölle Unternehmensberatung (im folgenden DRHRU genannt) wird nicht als Anlagevermittler/Abschlussvermittler/Anlageberater, sondern als Unternehmensberater tätig. Die Unternehmensberatung erfolgt in der Form der schriftlichen/mündlichen Wiedergabe von Unternehmensresearch zu bestimmten Finanzprodukten gegen Honorar. Dr. H. Rölle erstellt keine eigenen Finanzgutachten aufgrund eigener Recherchen, sondern übermittelt das am Kapitalmarkt vorhandene Unternehmensresearch zu bestimmten Finanzprodukten in deutscher Sprache. Dem Auftraggeber werden Informationen über die Finanzprodukte in verständlicher Form zur Verfügung gestellt.

                

§3

Gegenstand des Unternehmensresearch

Die DRHU arbeitet nach dem Grundsatz des Total Return, was bedeutet, dass Dividende+Kursgewinn bei einem Wertpapier gleichgewichtig sind. Die Finanzökonomen haben nachgewiesen, dass eine Anlagephilosophie nach dem Total Return die beste langfristige Performance bietet. Prof. Jeremy Siegel hat nachgewiesen, dass die Performance von Aktien seit 1871-2003 zu 90% aus wieder angelegten Aktiendividenden herrührte und nur zu 10% aus Kursgewinnen. Des weiteren arbeitet die DRHRU nur mit fungiblen Wertpapieren, welche an einer staatlich organisierten Börse zum Zweithandel zugelassen sind.

 

Die DHRU übermittelt Finanzgutachten in folgenden Wertpapierkategorien :

1.Real ESTATE INVESTMENT TRUSTS(REIT)=Immobilien-AktG

Es handelt sich um nordamerikanische US-REIT, CAN-REIT, Europäische REIT in F (Societees Immobilieres Cotees), SICAFI in Belgien, Fiscale Beleggingsinstellingen in NL, Asiatische REIT wie J-REIT, Singapore-REIT, HK-REIT und AU-REIT. Dazu gehören auch die REIT-ähnlichen Immobilien-AktG auf den Kanalinseln Guernsey und Jersey.Gemäss. Angaben der EPRA=European Public Real Estate Association handelt es sich hier um einen Kapitalmarkt von ca.600 Mrd. USD.

 

2.Business Development Companies(BDCs) auch Listed Private Equity

Darunter sind die börsennotierten Private Equity Fonds in GB, USA, Japan, Kanada zu verstehen. In den USA haben die BDCs ein eigenes Aufsichtsrecht, was denen der REIT entspricht. Der Börsenwert dieser Gesellschaften wird von der LPX GMBH in Basel, welche den LPX50TR Index herausgibt, mit einem Börsenwert von 46,175 Mrd € qualifiziert. Seit dem 31.12.1993 hatte dieser Kapitalmarkt eine Performance von 13.1% p.a. bei einer Volatilität von 22.0%.Von der LPX GMBH werden die Gesellschaften in den Geschäftsbereichen Buyout zu 46%,Venture zu 29.6%,Mezzanine zu 4.1% und Gleichgewichtig zu 20.2% tätig.

 

3.Publicly Traded Partnerships(PTP)-bzw PTP-Investmentfonds

Börsennot.Öl/Gas-Master Limited Partnerships sind ohne Körperschaftsteuerbelastung und schütten den sog. frei verfügbaren Cashflow aus. Die geschäftsführenden Komplementärgesellschaften sind meist auch die Mehrheitskommanditisten der MLP.

Es handelt sich um einen Kapitalmarkt von ca.90 Mrd USD Börsenkapitalisierung mit ca.65 verschiedenen Gesellschaften. Der Geschäftsgegenstand dieser Gesellschaften ist überwiegend der Transport von Öl/Gas durch Pipelines. Die Performance dieses Anlagesektors war über die letzten 10 Jahre von 1996-2006 ca.16.1% p.a.

 

4.Börsennotierte Offshore-SchiffahrtsaktGes

In den letzten Jahren hat sich an der Wall Street als Alternative zum grauen Schiffskapitalmarkt in Deutschland ein Kapitalmarkt mit Schiffahrts-AktG entwickelt. Des weiteren wurde 2005 ein Schiffs-REIT-Statut in Singapur Gesetz, wodurch Singapur Schiffs-Business Trusts ernstanden sind. Die Chrakteristika dieses Kapitalmarktes sind lange Zeitcharterverträge für die Schiffe mit dadurch gesicherten Einnahmen auch bei fallenden Frachtraten. Da die Geschäftsleitung der Gesellschaften zwar in New York, Piräus, Hong Kong, Oslo ansässig ist, so ist Sitz der Gesellschaft meist eine Kanalinsel, die Bermudas, die Marshall Islands. Dadurch hat die Gesellschaft fast keine Körperschaftsteuerbelastung und es kommt  zur Quellensteuerfreiheit der Dividendenzahlungen und zu hohen Dividendenrenditen.

 

5.Kanadische Income Trusts/US Income Deposit Securities

Die kan. Income Trusts sind auf dem Gebiet der Öl/Gasproduktion (Royalty Trusts), der Stromerzeugung (Power Trusts), Pipelinetransport, Immobilien (REIT) und Geschäftstrusts (alle Branchen) tätig. Durch die Kombination einer Unternehmensbeteiligung mit einem verzinslichen Gesellschafterdarlehen ,welche über ein Trustzertifikat gehalten werden, wird der frei verfügbare Cashflow des Unternehmens monatlich ausgeschüttet wegen der Minimierung der Körperschaftsteuerbelastung des Unternehmens. Das Gesellschaftsmodell der Income Trusts ist in die USA als IDS=Income Deposit Security oder EIS=Enhanced Income Security exportiert werden, wobei eine Aktie und eine Anleihe bei einer Depositarbank hinterlegt werden, die dafür Hinterlegungszertifikate ausgibt.

 

6.Gedeckte Stillhalter-Optionen-Investmentfonds

Es handelt sich um börsennotierte Investmentgesellschaften, welche eine professionelle Vermögensverwaltung mit Aktien durchführen unter Abbildung eines bestimmten Index z.B. S&P 500 Index, EAFE Index. Als Referenzindex gilt der von der CBOE=Chicago Board Options Exchange herausgegebene Buy Write BXM-Index auf den S&P 500, welcher von 1988-2004 eine Gesamtrendite von 12.39% p.a. erwirtschaftete gegenüber 12.20% für den S&P 500 bei 60% geringerer Volatilität. Neben der Aktiendividende wird ein hohes laufendes Einkommen durch Schreiben (Verkaufen) gedeckter Calloptionen angestrebt. Die Dividenden und/oder Callprämieneinnahmen werden nach Abzug der Kosten der Vermögensverwaltung an die Aktionäre ausgeschüttet. Dividendenrenditen zwischen 8-10% sind möglich, weil die Prämieneinnahmen ohne Körperschaftsteuerbelastung an die Aktionäre weitergeleitet werden können. Es gibt ca.40 verschiedene solcher Investmentfonds zur Auswahl. Noch weitergehend ist das Konzept des „dividend capture“,bei dem 6-8 Dividendentermine durch Springen von Dividendentermin zu Dividendentermin angestrebt werden.

 

7.Börsennotierte eigenkapitalersetzende Wertpapiere

Von Unternehmen oder Investmentbanken begebene Anleihen mit unbegrenzter oder langfristiger Laufzeit mit Rangrücktritt zu erstrangigen Anleihen sowie Abhängigkeit der Zinszahlung von Dividende auf Stämme.(Trust Preferred Securities,QUIPS=Quarterly Income Preferred Securities)

8.Börsennotierte ADRs in Schwellenländern mit hoher Dividendenrendite

 

Wegen des höheren Zinsniveaus in Schwellenländern und der geringeren Körperschaft-/Gewerbesteuerbelastung gegenüber G-7 Staaten haben ADRs in manchen Schwellenländern sehr hohe Dividendenrenditen. ADR=American Depository Receipt bedeutet, dass die ausländische Originalaktie bei einer US-Depositarbank hinterlegt wird, welche dafür Hinterlegungsscheine ausgibt. Das ADR hat dieselben Dividendentermine wie die Originalaktie.

 9.Australische Stapled Securities

 

 Es handelt sich um das in Australien entwickelte Gesellschaftsmodell  der Verknüpfung einer Kapitalgesellschaft mit einem Geschäftstrust in einem einzigen Wertpapier. Dieser Kapitalmarkt umfasst derzeit eine Grössenordnung von 50 Mrd. AUD. Es handelt sich überwiegend um börsennotierte Infrastrukturgesellschaften.

 

§4

Informationsquellen des Unternehmensresearch

Der Unternehmensberater übermittelt das Unterehmensresearch unter Zuhilfenahme entsprechender Börseninformationsdienste ,welche zu diesen Finanzprodukten existieren. So gibt es inzwischen mehrere Börsenbriefe über:

 

 §5

Aufklärung Auftraggeber, Haftung

Der Unternehmensberater muss für die nachgewiesenen Wertpapiere keine Börsenprospekte i.S.d.§264a STGB herausgeben, da sich die Wertpapiere bereits im amtlichen Handel an der NYSE, EURONEXT, NASDAQ, AMEX, TSX, ASX, JSE, LSE befinden und dort der Börsenaufsicht und der staatlichen Wertpapieraufsicht unterliegen. Der Auftraggeber ist durch das ihm bekannt gegebene Unternehmensresearch genügend aufgeklärt,weil er die einschlägigen Informationen in deutscher Sprache erhält.Die DHRU haftet nur für die Wiedergabe richtiger Tatsachenangaben über die Wertpapiere, nicht für die Richtigkeit von sog. Forward Looking Statements, welche in den Begriffen „erwartet“,“sieht voraus“, “schätzt“, “glaubt“ enthalten sind. Diese Begriffe beziehen sich auf bekannte oder nicht vorhersehbare Risiken, Ungewissheiten, welche jenseits des Einflussbereichs des Betrachters liegen.

 

§6

Mindestinhalt des Unternehmensresearch

Das in deutscher Sprache gelieferte Unternehmensresearch ist zur Aufklärung des Auftraggebers notwendig, weil es keine deutschsprachige Finanzpresse auf diesem Sektor gibt. Rechtliche und steuerliche Aussagen werden in dem Unternehmensresearch nur unter Bezugnahme auf entsprechende Veröffentlichungen der rechts-u. steuerberatenden Berufe gemacht.

 

Das Unternehmensresearch enthält Angaben über:

 

§7

Honorar Unternehmensberater

Der Unternehmensberater erhält einen einmaligen Beratungsauftrag und ein Honorar für die durchgeführte Beratung. Die Beratung gilt als erfolgt, wenn das Unternehmensresearch in schriftlicher oder mündlicher Form in deutscher Sprache geliefert wurde. Das Honorar ist nicht davon abhängig, dass der Auftraggeber die im Unternehmensresearch beschriebenen Wertpapiere tatsächlich erwirbt. Der Unternehmensberater erhält weder eine Konto-u. Depotdepotvollmacht noch wird er als Portfolio- oder Vermögensverwalter tätig. Die Empfehlungen des Unternehmensberaters gelten als „Buy and Hold Strategie“. Dies schließt ein Stoploss Programm zur Absicherung vor Kapitalverlusten nicht aus, mit welcher der Auftraggeber sein Kapital absichern kann. Der Erwerb und die Vermögensumschichtung ist Sache des Kunden. Die Wiederanlage der Dividenden ist nicht Sache des Unternehmensberaters. Sofern vom Auftraggeber gewünscht,kann eine jährliche Wiederholung des aktuellen Unternehmensresearch vereinbart werden.

 

Das Honorar des Unternehmensberaters ist wie bei den rechts-u. steuerberatenden Berufen vom Geschäftsgegenstand abhängig.

 

Geschäftsgegenstand und Honorar:

 

Darüber liegende Gegenstandswerte haben 0.5% Honorarsatz + MWSt.

 

Die dem Unternehmensberater entstehenden Kosten für die Recherche der empfohlenen Wertpapiere werden nicht gesondert in Rechnung wie z.B. Abonnementkosten von Börsenbriefen und Online Kosten on Online Börsendiensten.

 

§8

Steuerliche Absetzbarkeit des Honorars als Werbungskosten

Das Honorar ist absetzbar bei den Werbungskosten aus Kapitalvermögen, weil die Zinsen, Dividenden der zugrunde liegenden Wertpapiere als Einkünfte aus Kapitalvermögen im Inland steuerpflichtig sind. Die Abschlussvermittlung der empfohlenen Wertpapiere erfolgt durch die Hausbank oder den Diskontbroker, sodass das Beratungshonorar nicht zu den Anschaffungskosten zählt.

 

Buchholz, im Jahr 2008

 

Dr. H. Rölle Unternehmensberatung

Rehweg 18, 21244 Buchholz/Nordheide