Performance kanadischer Income Trusts in 2009 vor ihrem Verschwinden ab 01.01.2011

Höhere Kerninflationsrate in der Eurozone bei gleichbleibendem Zinsniveau in 2011

Der kanadische Loonie hat von Oktober 2010 bis zum Jahresende 2010 um ca. +10% zum Euro aufgewertet. Wenn sich die Eurokrise in 2011 wieder verschärft, dürfte der Loonie zum Euro noch weiter aufwerten, zumal die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die kanadische Währung sprechen, z. B. Anziehen des Ölpreises, Kohlepreises, Bauholzpreises, Zellulosepreises etc. Die Inflationsrate in der Eurozone hat im Dez 2010 die Marke von 2.5% erreicht. Bisher war die Geldpolitik der EZB darauf ausgerichtet, eine Kerninflationsrate von höchstens 2% zuzulassen. Angesichts der latenten und sich noch verschärfenden Eurokrise kann sich die EZB nicht leisten, durch eine harte Zinspolitik die Schuldenkrise der peripheren Eurostaaten noch zu konterkarieren. Kräftige Erhöhungen der Nahrungsmittelpreise sowie Kraftstoff- u. Heizölpreise stehen an, sodass dies noch weiter die Kerninflationsrate in der Eurozone erhöhen und den Währungskurs des Euro nach unten ziehen wird.

 

 

Performance des CANADIANEDGE Musterportfolio 2010

Wie Hrsg. Roger Conrad in seiner Januar 2011 Ausgabe berichtet, war die Performance seines Musterportfolio in 2009 +65.5% und im Jahr 2010  knapp +40%, und konnte inzwischen das Ausgangsniveau von 2008 überwinden.

 

 

Ein positives Beispiel von obengenannten Werten ist Pembina Pipeline Corp (TSX.PPL), welche im März 2009 noch einen Börsenkurs von 12.00 USD hatten und damals eine Ausschüttungsrendite von 13%. Nun ist PPL in 2010 bis auf 22.00 CAD im Kurs angestiegen und hat nur noch eine Dividendenrendite von 7%. Inzwischen ist PPL aber durch den Zubau weiterer Pipelines viel wertvoller geworden und die Dividendendotierung in der jetzigen Höhe noch sicherer. PPL hat auch eine Dividendengarantie bis 2013 gegeben. Inzwischen hat CE auch sein Empfehlungsrating System (1-6, letzteres am besten) für kanadische Hochdividenwerte verfeinert. An erster Stelle steht nach wie vor der Auszahlungsquotient des frei verfügbaren Cashflow (steuerlicher buchhalterischer Gewinn als Masstab unbrauchbar), dann der Verschuldungsgrad der Gesellschaft und insbesondere die bis in 2 Jahren fällig werdenden Schulden (Refinanzierungsrisiko), keine Dividendenkürzung in letzten 5 Jahren.

 

 

Bestechend ist die bessere Performance des S&P/TSX Income Trust Index von ca. 200% von 2004 bis 2010 gegenüber dem S&P 500 Index und dem S&P/TSX Index. Es ist jedoch zu hervorzuheben, dass die Performance des S&P/TSX Income Index auch um ca. 3% p.a. durch die stetige Aufwertung des LOONIE gegenüber dem USD verstärkt wurde. Man beachte, dass der LOONIE in 2002 nur zu 0.70 cent USD notierte und jetzt das PAR des USD ständig angreift.

 

 

 

Die Hälfte der ehemaligen Income Trusts behalten oder erhöhen ihre Dividende nach Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft ab 2011.

 

Hier gibt es eine Überraschung: Von den ungefähr 80 ehemaligen Income Trusts, die noch übrig geblieben sind, planen die Hälfte die Aufrechterhaltung ihrer bisherigen Barausschüttung oder werden sogar ihre Dividende ab 2011 erhöhen. Hiervon ausgenommen sind die kanadischen REITs (Real Estate Investment trusts), welche auch ab 2011 permanent von der Körperschaftsteuer befreit bleiben.

 

Das ist genau entgegen der allgemeinen Erwartung, dass die meisten der verbleibenden Income Trusts ihre Dividende ab 01.01.2011 kürzen werden, wenn die 1996 beschlossene SIFT-Tax (Körperschaftsbesteuerung) ab 2011 in Kraft tritt. Dies ist eine willkommene Mitteilung für die diejenigen Kapitalanleger, meistens Senioren, welche unter dem historisch niedrigen Zinsniveau am Kapitalmarkt (Leitzins in Kanada 1%) leiden.

 

Diese Erkenntnis kommt aufgrund einer detaillierten Analyse des Trustsektors durch Herrn Prof. Emeritus Economics Francois Casas von der University of Toronto.

 

Nur wenige der Income Trusts und börsennotierten Limited Partnerships werden ihren bisherigen Status behalten. Von den 77 Trusts und Partnerships, welche in der Studie von Prof. Casas abgehandelt werden, haben 11 Gesellschaften erklärt, dass sie sich jetzt nicht in eine Kapitalgesellschaft umwandeln werden und ihre zukünftigen Optionen noch weiter evaluieren.Dies sind:

 

 

Diese Trusts können direkt an der TSX erworben werden. Wenn diese keine Doppelbörsennotiz haben, können sie auch Over the Counter (OTC) in New York erworben werden, z.B. bei Brookfield Renewable Power (TSX.BRC.UN) ist das OTC-Symbol BRPFF.

 

Von den 77 ehemaligen Trusts werden 33 ihre Dividende ab 2011 kürzen. Dies hängt damit zusammen, dass sie ab 2011  31% kanadische Körperschaftsteuer zahlen müssen. Die meisten ehemaligen Trusts kürzen ihre Dividende ab 2011 um 25% bis 35%, aber einige um viel viel mehr. So hat z.B. der Canadian Oil Sands Trust (TSX.COS.UN) eine Kürzung von 60% der bisherigen Barausschüttung von 0.50 CAD p.Qtl auf 0.20 CAD p.Qtl ab 2011 verkündet. Dies hängt damit zusammen, dass COS ab 2011 das Kapitalbudget auf 900 Mio CAD verdoppelt hat. Ebenso hat Penn West (TSX.PWT.UN) die bisherige Barausschüttung um 50% gekürzt. Das hängt damit zusammen, dass Penn West nun mit der CHINA Investment Corp und mit Mitsubishi Corp stetegische Großinvestoren hat, die sie nicht wie Kleininvestoren mit einer hohen Dividendenrendite für Kapitalerhöhungen bei der Stange halten muss. Ebenso wird CANFOR PULP Income Fund (TSX.CFX.UN) die bisherige Barausschüttung von 3.00 CAD je Anteil auf 1.40 CAD um 53% kürzen, bei einem Börsenkurs von 15.00 CAD ist dies immer noch eine Dividendenrendite von 9,33%. CFX ist der kostengünstigste Produzent von NBSK Zellulose in Nordamerika und hat wegen seines günstigen Produktionsstandortes in British Columbia jetzt China als Absatzmarkt für seine Zellulose erschlossen. Dazu gehört auch der Gasproduzent PEYTO Energy Trust (TSX.PEY.UN), welcher die Barausschüttung um 50% auf 0.72 CAD p.a. kürzt. Die Kürzung der Dividendendotierung ist dann für die Bewertung an der TSX bewertungsneutral, wenn sie nicht über 30% hinausgeht. Das rührt daher, dass der kanadische private Steuerzahler sich noch des Anrechnungsverfahrens der Körperschaftsteuer bei der Einkommensteuer erfreut (bei uns durch das Halbeinkünfteverfaren abgeschafft), sodass eine um 30% gekürzte Aktiendividende nach ESt genauso dasteht wie eine um 30% höhere Barausschüttung eines Trusts.

 

Es sind genau fünf Income Trusts, welche sogar ihre Barausschüttung erhöhen können. Man kann davon ausgehen, dass es diesen Gesellschaften besonders gut geht, da sie trotz der zusätzlichen Körperschaftsteuerbelastung ab 2011 eine höhere Dividende dotieren

können. Dazu gehören der BOYD GROUP INCOME FUND (TSX.BYD.UN), der erklärt hat, dass er die Dividende um +4.3% auf 0.03 Cad p.m. erhöht. Bei einem Börsenkurs von 7.70 CAD entspricht dies einer 2011 Dividendenrendite von 4.7% (Autoreparaturwerkstätten).

 

Kanadische REITS bleiben auch 2011 eine interessante Anlagekategorie für Dividenden

Obwohl das Ende des Income Trust Zeitalters in Kanada besiegelt ist, wird es immer noch Income Trusts in 2011 geben, welche die Kosten der Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft scheuen und/oder von der SIFT-Tax kaum betroffen sind. Dazu gehören natürlich die kanadischen REIT, welche wegen ihres hohen Abschreibungsanteils in der Barausschüttung steuerlich interessant bleiben und wegen ihres monatlichen Dividendenregimes von Rentnern gefragt bleiben. Eine weitere Gruppe stellen die Income Participating Securities (IPS) oder die Stapled Shares dar, welche eine Kombination eines nachrangigen Gesellschafterdarlehens (subordinated debenture) mit einer Aktie sind und zu einem einzigen Börsenkurs handeln.

 

Die Barausschüttung besteht aus einer Aktiendividende und aus Gesellschafterdarlehenszinsen. Westshore Terminals Income Fund (WTE.un.TSX) hat z.B. diesen Weg der Umwandlung von einem Income Trust gewählt, um die hohe Barausschüttung beibehalten zu können. Die absetzbaren Gesellschafterdarlehenszinsen mindern den steuerlichen körperschaftsteuerpflichtigen Gewinn.

 

 

 

Nach Angaben der kanadischen Immobilienverbände haben sich die EFH-Preise ihrer Tiefs von Mitte 2010 wieder verlassen und sind wieder im Anziehen begriffen. Das ist positiv für Wohnungs REITs z.B. Canadian Apartment Properties (CAP.UN.TSX).

 

 

 

Gemäß ihrer T3 Steuermitteilung für CAPREIT für 2009 waren 99.78% der Barausschüttung steuerfreie Kapitalrückzahlung (Return of Capital), d.h. die 6.30% Ausschüttungsrendite ist die Nachsteuerrendite. CAPREIT besitzt ca. 27000 Apartments und zwei Manufactured HomeCommunities (Grundstücke mit EFH-Fertighausbesitzern als Pächter). Die monatliche Barausschüttung beträgt 0.09 CAD. CAPRET hat einen Auszahlungsquotienten des frei verfügbaren Cashflow von 74.5% und eine Vermietungsauslastung von 98.7%.

 

Die kanadischen REITs als körperschaftsteuerbefreite Investmentvehikel werden auch noch durch eine Änderung des SIFT-Gesetzes begünstigt, nach der der zulässige Anteil von nicht qualifizierenden Vermögenswerten am REIT-Vermögen und der REIT-Erträge bis zu 10% betragen darf (bisher 95%), z.B. eine eigene Hausverwaltungsfirma oder eine Handwerksfirma für das gesellschaftseigene Immobilienvermögen.

 

Nach Einschätzung von CANACCORD GENUITY können kanadische REIT im Jahr 2011 Gesamtrenditen (Kursveränderng+Barausschüttng) von 15-20% erwirtschaften. Dies sei auf das Zusammentreffen eines zyklischen Aufschwungs bei Immobilienwerten mit einem weiterhin niedrigen Zinsumfeld zurückzuführen, sodass sich hier eine Sektorenoutperformance gegenüber dem allgemeinen Börsenmarkt abzeichne. Als Outperformer werden Brookfield Office Properties (BPO.UN), First Capital Realty (lebensmittelbasierte Supermärkte) herausgestellt. Die beste Performance soll aber AMICA Mature Lifestyle Properties) ACC.TSX) mit 62% Gesamtrenditerwartung erbringen. ACC besitzt und betreibt Luxus-Altenheimsuiten.

 

 

Rohstoffinvestments mit attraktiver Dividendenrendite

Barrengold war nachweislich eines der besten Investments des Jahrzehnts von 2000-2010 mit einer Verfünffachung des Goldpreises von 250.-USD pro Unze auf 1250.-USD pro Unze. Andere Rohstoffe hatten in 2010 jedoch höhere Wertzuwächse.

 

 

Jedoch gibt es keine Goldinvestments mit einer laufenden Dividendenrendite. Anders sieht es bei kanadischen Öl- u. Gasproduzenten aus.

 

 

Kanadische Öl- u. Gasproduzenten haben attraktive Dividendenrendite.

Eine Erfolgsstory ist CRESCENT POINT ENERGY (TSX.CPG), welche sich bereits in 2009 in eine Kapitalgesellschaft unter Beibehaltung derselben Dividendenhöhe von 0.23 Cents p.m. umwandelten. CPG ist der Marktführer in der Ölproduktion aus dem BAKKEN Schieferölgebiet, was sich über Saskatchevan, Manitoba, Montana und North Dakota erstreckt. Es wird geschätzt, dass sich dort Ölreserven von 503 Mrd Barrels auf beiden Seiten der Staatsgrenze zwischen USA und Kanada befinden, was dieses Gebiet gegenwärtig zum heissesten Explorationsstandort nach den Teersanden in Nordamerika macht. CPG hat für 2011 ein Kapitalbudget von 800 Mio CAD verkündet mit einer Zielproduktion von 72,500 BOE/d, wovon 90% Leichtöl ist. Von dem Kapitalbudget werden 62% in das Viewfield Bakken in Südost Saskatchevan gesteckt mit der Anbringung von 200 neuen Bohrlöchern, wobei 23 horizontale Bohrlöcher auf Hochdruckwasserinjektion umgestellt werden sollen. CPG erwartet für 2011 eine Betriebsüberschuss von 1.1 Mrd CAD bei einem angenommenen WTI-Preis von 85.00 und einem CAD/USD-Verhältnis von 0.99 USD. Die gegenwärtigen Schulden betragen das 1.1fache des Jahrescashflow bei einer 725 Mio CAD unausgeschöpften Kreditreserve. CPG hat ein vorbildliches Termingeschäft, wobei 52% der 2011 Produktion, 42% der 2012 Produktion, 30% der 2013 Produktion und 9% der 2014 Produktion am Terminmarkt verkauft ist. Ein Insider, Direktor Paul Colborne kaufte im November 75,000 Stück Aktien zum Durchschnittskurs von 40,55 CAD.

 

 

 

CPG und PPL sind im Dezember Report von EURO PACIFIC CAPITAL aus Westport, Connecticut mit dem Titel: WHATS AHEAD FOR CANADIAN ENERGY TRUSTS? Hrsg. Peter Schiff, als Mustergesellschaften erwähnt. CPG wird neben SUNCOR, ENCANA, IMPERIAL OIL, TALISMAN ENERGY zu den 5 kanadischen BLUE CHIPS auf dem Öl-u. Gas Sektor gerechnet

 

US-Royalty Trusts bleiben steuertransparente Investmentvehikel ohne Körperschaftsteuerbelastung. Trotz der Besteuerung der kanadischen Öl- u. Gasproduzenten ab 2011 sind diese weiterhin den US amerikanischen ROYALTY TRUSTS überlegen. US Royalty Trusts können kein aktives Handelsgewerbe betreiben, sondern nur ein als Truststiftungsvermögen begründetes Mineralrecht ausbeuten. US Royalty Trusts können daher keine zusätzlichen Ölvorkommen hinzuerwerben, keine Kredite aufnehmen. Ihre Lebensdauer entspricht der Förderdauer ihres Ressourcenvorkommens. Als Beispiel möge BP Prudhoe Royalty Trust (NYSE.BPT) dienen. BPT soll noch eine Förderdauer von 14 Jahren haben. Da das Kapital dann in 14 Jahren aufgezehrt ist, entspricht dies einem Jahressubstanzverzehr von 7.14%. Die gegenwärtige Dividendenrendite von BPT ist aber nur 6.60%, d.h. man erhält nicht einmal den jährlichen Substanzverzehr des Kapitals zurück. Nur wenn die Ausschüttungsrendite über 7.14% liegen würde, hätte man eine positive Kapitalverzinsung. Hinzu kommt, dass US Royalty Trusts für Steuerausländer einem Quellensteuerabzug von 35% unterliegen und diese Steuereinbehalte nur über eine US-Einkommensteuererklärung 1040NRA zurückgefordert werden können.

Mit Vorsicht zu beobachten sind die neuerdings am grauen Kapitalmarkt aufgelegten geschlossenen Fonds, welche in produzierende Öl/Gasquellen investieren. Dort wird mit Vorabausschüttungen von 1% pro Monat und mit einer Kapitalrückführung binnen 5 Jahren geworben. Bei ÖL/Gas-Investments gibt es keinen Unterschied zwischen Kapital (return of capital) und Ertrag (return on capital), da die Förderdauer zeitlich endlich ist und durch die laufende Produktion aufgezehrt wird. Es handelt sich hier nicht um nachhaltige Geschäftsmodelle bei denen durch ein laufendes CAPEX-Programm versucht wird, die Förderdauer konstant zu halten. Die Förderdauer ist hier wesentlich kürzer als die wirtschaftliche Nutzungsdauer von Schiffsbeteiligungen.

 

Beste Ölaktie an der Wallstreet mit 8% Dividendenrendite ohne Quellensteuerabzug.

Nach Recherchen von FORBES MAGAZINE gehört der norwegische Reeder John Fredriksen zu den 100 Reichsten auf Welt mit einem geschätzten Nettovermögen von 7.7 Mrd USD. J. Fredriksen hat die zypriotische Staatsbürgerschaft angenommen und wohnt als EXPATRIATE in England. Sein Vermögen hat er in der Schiffahrtsbranche gemacht, die schon immer seit Wikinger Zeiten von den Norwegern dominiert wird. Das Charakteristikum der von John Fredriksen gegründeten und beherrschten Gesellschaften ist, dass diese meist in Steueroasen ihren Gesellschaftssitz haben, dort die Vorteile der Körperschaftsteuerbefreiuung der Gewinne geniessen und den frei vefügbaren Cashflow als gewaltige Dividenden ohne Quellensteuerabzug quartalsweise ausschütten. So hat J. Fredriksen die weltgrößte Doppelhüllensuperöltankerreederei FRONTLINE (NYSE.FRO) aufgebaut, welche zur Zeit 76 Öltanker bereedert, davon 41 Supertanker mit bis zu 320,000 DWT Tonnage. Wegen der eingebrochenen Frachtraten hat FRO z.Zt. nur eine 3.90% Dividendenrendite, was sich aber schnell ändern kann, weil FRO überwiegend Spotcharter betreibt. Einen Teil der von FRO bessessenen Öltanker verkaufte FRO an Ship Finance International (NYSE.SFL) und leaste die Öltanker von SFL zurück. Der Verkaufserlös daraus wurde von FRO als Sonderdividende ausgekehrt. Da nicht alles Doppelhüllentanker bei FRO waren,verkaufte FRO diese an

 

 

GOLDEN OCEAN (OSE.GOGL), welche diese in Massengutfrachter umbaute und wieder in Spotcharter gab. GOGL zahlt z.Zt. nur eine 2.44% Dividendenrendite. Golden Ocean hat sich bereits mit 10% in die Knightsbridhe Tankers Ltd eingekauft (NASDAQ.VLCCF), welche ebenfalls Ölsupertanker besitzt. J. Fredriksen ist auch mit 46.47% Grossaktionär bei GOLAR LNG (NYSE.GLNG), welche derzeit 10 Flüssiggastanker besitzt und verchartert. Die Innovation bei GLNG ist jedoch, dass sie die Flüssiggastanker nun in FSRU (Floating Storage & Regasification Units) umbaut und diese den Importländern nun zur Verfügung stellt ohne dass diese nun Flüssiggasimportterminals bauen müssen. GLNG hat eine Dividendenrendite von 6.5%. Bekanntgeworden ist J. Fredriksen als Grossaktionär der TUI AG (14.99% ), die noch mit 44% an HAPAG LLOYD beteiligt ist. J. Fredriksen ist aber auch ein Pionier auf dem Gebiet der Tiefseeoffshoreexploration.

 

Seadrill (NYSE.SDRL) besitzt nun die modernste Flotte an Jack Up Rigs, ist der weltweit zweitgrößte Offshoredriller, der zweitgrößte Tiefseebohrschiffsbetreiber. SDRL hat in ihrer letzten Quartalspräsentation vorgerechnet, dass sie ein 600 Mio USD Investment in ein Tiefseebohrschiff mit einer Tagescharterrate von 500.000 USD in 5 Jahren zurückholt. SDRL hat ein kontrahiertes Chartergebührenaufkommen von 11.8 Mrd USD von erstklassigen Adressen wie 30% Petrobras, 16% Statoil, 15% Total, 9% Shell, 8% EXXON, 6% Chevron und 6% BP. Seadrill hat nun ein EBITDA per Qtl von 2.2 Mrd USD und zahlt derzeit eine Qtlsdividende von 0.65 USD (1.1 Mrd USD), was einer Dividendenrendite von 7.7% entspricht. Der 33% Aktienbesitz an Seadrill hat nun einen Börsenwert von 4.390 Mrd USD und entspricht nun 57% des gesamten derzeitigen Vermögens von J. Fredriksen. Es gibt keinen besseren Vertrauensbeweis für eine börsennotierte Gesellschaft wie das Engagement dieses Pioniers der Schifffahrtsbranche. Dabei hat J. Fredriksen auch noch die größte Gesellschaft für Meereszuchtlachs Marine Harvest mit einem derzeitigen Marktanteil von 22% aufgebaut. Die Gesellschaft hat die Probleme mit dem Lausbefall ihrer chilenischen Lachszuchtanlagen in den Griff bekommen. Es gibt das Gerücht, dass J. Fredriksen mit SEADRILL dasselbe vorhat wie damals mit FRONTLINE.

 

Bauholz (Lumber) könnte bester Rohstoff in 2011 werden: Timber REITs

Investieren Sie ihr Geld in einen Goldbarren und er wird in 100 Jahren derselbe sein. Investieren Sie ihr Geld in einen Wald, so wird er in 100 Jahren sehr gewachsen sein. (Money grows on trees) Über die letzten 10 Jahre haben Timber Investments eine Anlagerendite von 6.9% abgeworfen, im Vergleich zu 0.4% für den S&P 500 Index. Das ist einer der Gründe, warum institutionelle Investoren wie Pensionskassen schon immer Forstliegenschaften in ihre Anlagepalette zur Diversifikation aufgenomenhaben. REITs müssen stl. Gewinne als Dividende ausschütten. Der größte Timber REIT der USA ist Plum Creek Timber (PCl.NYSE), welche nahezu 7 Mio Acres in 19 US Bundesstaaten besitzen, haben letztes Jahr 16 mio Tonnen Bauholz gewonnen. Plum Creek hat ein qtlsw.Dividendenregime 1.68 USD,Dividendenrendite  4.2%

 

Ein gutes Beispiel ist die börsennotierte Fa. WEYERHAEUSER &Co (NYSE.WY), welche sich im Jahr 2010 von einer AG in einen REIT (Real Estate Investment Trust) umwandelte. Deswegen musste WY für die thesaurierten Gewinne der zurückliegenden Jahre eine Sonderdividende von 26.47 USD in Bar und als Stockdividemde zahlen. Unter Berücksichtigung dieser Sonderdividende und der Kursveränderung erbrachte der Börsenwert Weyerhaeuser in 2010 eine Gesamtrendite von 16.64%. WY hat für 2011 eine reguläre Dividende von 0.15 USD p.Qtl (3%) verkündet. Der Analyst von Barclays Capital erwartet eine Dividendendotierung von 0.75 USD aufgrund einer Gewinnerwartung von 0.90 USD. Er begründet dies mit folgendem Umfeld:

 

 

Die Bauholzpreise haben sich im IV. Quartal 2010 auf das Preisniveau von 2006 erhöht, obwohl zur Zeit der EFH-Neubau nur ein Drittel von 2006 beträgt.


In dem jetzigen inflationären Umfeld von Quantitative Easing II sind Timber Investments die perfekte Anlagekategorie.


Barclays Capital hat für WY ein Kursziel in 2011 von 28.00 USd, was einem Kursgewinn von +50% gegenüber jetzt entspricht.


Die Bauholzbranche befindet sich in einem 16 Jahres Baissezyklus, der jetzt zu ende geht.

 

Westshore Terminals (WTE.UN.TSX) profitiert von Kokskohleexportboom nach China

WTE ist das größte Kokskohlexportterminal in Nordamerika nahe Vancouver, B.C. Es werden täglich 6-7 Kohlezüge mit je 125 Waggons und 12500 Tonnen entladen. Über 6 km lange Laufbänder wird die Kohle durch gewaltige Schaufelradbagger in die Schiffsbäuche transportiert. Es werden pro Jahr ca. 220 Schiffe beladen. Die Kohle  wird für die Stahlwerke in China gebraucht. Die Preise für Kokskohle haben allein 62% im Jahr 2010 angezogen. Die Situation in der Kokskohleversorgung des Weltmarktes hat sich durch die Jahrhundertflut in Queensland, Australien dramatisch verschärft. Australien lieferte bisher ca. 50% der chinesischen Kokskohle. Der Kurs von WTE ist in 2010 von 14.00 auf 24.00 CAD angezogen. WTE hat ihre Umschlagskapazität auf 29 Mio Tonnen erhöht. Teck Resources Ltd ist WTE größter Kunde. WTE hat sich zur Jahreswende in eine Stapled Aktie umgewandelt. Das Stapled security besteht nun aus einem 5.00 CAD Gesellschafterdarlehen mit einem festen Zinssatz von 10.5% und aus einer Aktie. Der Durchsatz 2011 soll über dem von 2010 liegen, sodass mit einer Beibehaltung des jetzigen Ausschüttungsniveaus gerechnet werden kann. Dies würde einer Ausschüttungsrendite von ca.7.7% bei qtlsw. Dividendenregime entsprechen.